„Jetzt klicken!“ … oder doch lieber anders?
Wenn du im Netz unterwegs bist, siehst du sie überall:
Buttons, Banner, Texte – alle schreien dich an.
„JETZT BUCHEN!“
„NICHT VERPASSEN!“
„NUR NOCH HEUTE!“
Und du denkst dir: Joa. Oder auch nicht.
Denn ganz ehrlich: Die meisten Call-to-Actions fühlen sich mehr nach Verkaufstrick an als nach echter Einladung.
Dabei geht’s doch eigentlich nur um eins: Den Nutzer zur richtigen Handlung bewegen.
Ohne Manipulation. Ohne Druck.
Sondern mit Klarheit, Vertrauen – und einem verdammt guten Gefühl.
Was ein CTA wirklich ist (und warum er oft falsch verstanden wird)
CTA steht für Call-to-Action – also eine klare Handlungsaufforderung.
Das kann ein Button sein. Oder ein Satz. Oder ein ganzer Block auf deiner Website.
Hauptsache, er führt den Nutzer von A nach B.
Das Ziel?
Nicht rumschreien. Sondern motivieren.
Nicht verkaufen. Sondern anbieten.
Nicht manipulieren. Sondern führen.
Ein CTA ist nicht der Schluss – er ist Teil deiner Nutzerführung. Und wenn du’s richtig machst, fühlt er sich nicht wie Werbung an, sondern wie der logisch nächste Schritt.
Der Fehler: CTAs ohne Kontext
Viele Websites packen Buttons rein, „weil man’s halt so macht“.
Aber wenn der Nutzer nicht versteht, warum er klicken soll, wird er es nicht tun.
Beispiel:
„Jetzt loslegen“ – Womit? Warum? Wo führt das hin?
„Kontakt aufnehmen“ – Wofür genau? Was bringt’s mir?
Die Lösung: Kontextualisieren.
Ein starker CTA…
- bezieht sich auf das, was der Nutzer gerade gelesen hat
- formuliert einen konkreten Nutzen
- nimmt mögliche Zweifel direkt mit auf
Besser:
„Hol dir dein individuelles Webdesign – ohne Agenturkosten“
„Lass uns über dein Branding sprechen – direkt, persönlich, ehrlich“
„Ich zeig dir, was du wirklich brauchst – unverbindlich & konkret“
Merkst du den Unterschied?
Die drei CTA-Typen, die du wirklich brauchst
Du brauchst nicht 27 verschiedene Buttons – aber du brauchst drei klare CTA-Typen, die du flexibel auf deiner Website einsetzen kannst.
1. Soft CTA (Vertrauen aufbauen)
Ziel: Den Nutzer erstmal locker „reinholen“ – ohne direkte Conversion. Ideal für Blogposts, Leistungsübersichten oder das erste Drittel deiner Landingpage.
Beispiele:
- „Mehr zu meinem Workflow“
- „Sieh dir an, wie ich arbeite“
- „Lerne mich besser kennen“
Perfekt z. B. für eine Verlinkung zur About Me Seite oder zu Was du brauchst.
2. Mid CTA (Interesse konkretisieren)
Ziel: Zeig dem Nutzer, dass er jetzt konkret wird. Er hat verstanden, worum es geht – jetzt darf er mehr.
Beispiele:
- „Leistungen entdecken“
- „Deine passende Lösung finden“
- „Beispielprojekte ansehen“
Ideal für Seiten wie Webdesign oder Design Flatrate.
3. Hard CTA (Konversion auslösen)
Ziel: Jetzt wird’s verbindlich. Der Nutzer kennt dich, vertraut dir – jetzt darfst du direkt sein.
Beispiele:
- „Jetzt Anfrage senden“
- „Direkt starten – ich bin bereit“
- „Kostenloses Erstgespräch vereinbaren“
Achte hier auf ein Gefühl von Klarheit, nicht Druck. Der Klick soll sich freiwillig anfühlen – nicht wie eine Verpflichtung.
Die Macht des richtigen Tons (Tone of Voice)
Du weißt es: Text ist nicht gleich Text.
Ein CTA in deinem Stil darf ruhig ein bisschen frech, locker, menschlich sein – solange er verständlich bleibt.
Beispiel:
- Statt „Jetzt anfragen“ → „Lass uns quatschen“
- Statt „Projekt starten“ → „Lass uns was Geiles bauen“
- Statt „Mehr erfahren“ → „Zeig mir, was du drauf hast“
Der Ton macht die Musik – und zeigt deiner Zielgruppe sofort, mit wem sie es zu tun hat.
Achte dabei auf Konsistenz. Wenn dein gesamter Webauftritt professionell-persönlich ist (wie bei dir), dann darf auch dein CTA diesen Ton treffen.
Platzierung: Above the Fold ist nicht genug
Natürlich – dein Hero-CTA gehört ganz oben.
Aber: Nur weil ein Button oben ist, heißt das nicht, dass er geklickt wird.
CTA-Platzierungen mit hoher Wirkung:
- am Ende eines logischen Abschnitts
- nach einem Mehrwert-Block (z. B. Erklärung, Vorteile, Features)
- in der Mitte eines Blogbeitrags (leicht abgesetzt)
- als „Sticky“-Element auf Mobile (z. B. am unteren Rand)
Denke in „Flow“. Der Nutzer soll immer wissen, was er als nächstes tun könnte – nicht was du von ihm willst.
Design & Text müssen zusammenspielen
Ein guter CTA ist nicht nur Text – er ist ein visuelles Element.
Das heißt:
- Farbe muss auffallen, aber zur Seite passen
- Größe muss sichtbar, aber nicht dominant sein
- Hover-States helfen, Interaktion zu triggern
- Whitespace drum herum sorgt für Fokus
Und ja, die Button-Beschriftung ist der wichtigste Textblock deiner Seite.
Sie entscheidet, ob aus einem Besucher ein Kunde wird.
Fehler, die du vermeiden solltest
- ❌ Zu viele CTA-Varianten auf einer Seite
- ❌ Unklare Texte („Jetzt klicken“)
- ❌ CTAs ohne Kontext (plötzlich im Nichts)
- ❌ Keine visuelle Hierarchie
- ❌ Zu viele Handlungsaufforderungen gleichzeitig
Besser: Klar. Einfach. Emotional. Und immer mit einer klaren nächsten Stufe.
Fazit: Ein guter CTA fühlt sich an wie eine Einladung – nicht wie ein Verkaufsversuch
Wenn du Call-to-Actions schreibst, denk nicht wie ein Verkäufer.
Denk wie ein Gastgeber.
Was braucht dein Gast gerade? Wie fühlt er sich willkommen? Was wäre jetzt hilfreich?
Dann entsteht ein CTA, der nicht schreit.
Sondern zieht.
Und genau das willst du.
Mehr dazu findest du übrigens auch in meinen Angeboten auf Was du brauchst.
Und falls du jemanden suchst, der CTAs nicht nur textet, sondern im Design auch perfekt einsetzt – sag einfach Hallo. Ich helfe dir gerne.
Hier hast du einen klaren Überblick über alle Kategorien.
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