Bewegung wirkt oft eindrucksvoll – aber nicht immer hilfreich
Du kennst sie: die großflächigen Slider, die automatisch durchlaufen, vollgepackt mit Text, Bildern und jeder Menge Effekte. Lange galten sie als Must-have auf Homepages – als Zeichen für Modernität und Dynamik. Heute sieht das anders aus: Viele Designer und UX-Profis raten davon ab. Warum? Weil Slider oft genau das zerstören, was Websites eigentlich leisten sollen: klare Orientierung, gute Nutzerführung und messbare Conversion.
Slider – warum sie (immer noch) beliebt sind
Klingt doch erstmal logisch: Wenn du mehrere Botschaften hast, warum sie nicht im Slider abwechseln lassen? Ein Slider spart Platz, sieht dynamisch aus und gibt dir gefühlt mehr Raum auf derselben Fläche. Genau das macht ihn in vielen Templates zum Standard.
Was dabei oft übersehen wird: Menschen scannen Seiten schnell. Sie lesen nicht, sie überfliegen. Und Inhalte, die sich bewegen oder automatisch wechseln, werden häufig gar nicht beachtet – oder im schlimmsten Fall sogar als störend empfunden. Vor allem dann, wenn der Nutzer nicht selbst die Kontrolle über das Tempo hat.
Was stattdessen funktioniert – klare Sections mit Fokus
Statt Inhalte zu verstecken oder rotieren zu lassen, funktioniert heute das Gegenteil besser: eine Botschaft pro Sektion, klar getrennt, logisch aufgebaut. Der Nutzer kann scrollen, wie er möchte, Inhalte bewusst wahrnehmen – und du kannst jede Section gezielt gestalten: mit Fokus auf Text, Bild, Call-to-Action oder Animation.
Das wirkt nicht nur ruhiger, sondern ist auch besser messbar. Du weißt genau, welche Inhalte wie performen. Kein „vielleicht hat der Nutzer den dritten Slider gesehen“, sondern: klare Sichtbarkeit, klare Conversionpfade.
Mobile first? Dann vergiss Slider erst recht
Auf dem Smartphone sind Slider besonders kritisch. Warum?
- Wenig Platz
- Wischen wird mit Scrollen verwechselt
- Textgrößen oft schlecht lesbar
- Interaktive Elemente funktionieren unzuverlässig
Viele Nutzer überspringen Slider komplett. Sie scrollen einfach weiter – oder schließen die Seite.
Statische Sections hingegen lassen sich mobil viel besser strukturieren: Sie passen sich an, skalieren gut und bieten bessere UX auf kleinen Displays.
Was du mit Sections besser machen kannst
Statt einem Slider mit fünf Headlines, fünf Bildern und fünf Call-to-Actions baust du fünf klar definierte Bereiche auf:
- Section 1: Deine Hauptbotschaft – groß, direkt, mit einem klaren CTA
- Section 2: Dein Nutzen – warum der User bleiben sollte
- Section 3: Vertrauen – mit Social Proof, Logos, Bewertungen
- Section 4: Tieferer Einblick – z. B. in Leistungen, Features, Portfolio
- Section 5: Abschluss – nochmal CTA oder Kontaktangebot
Jede Section hat einen Zweck. Kein Scrollen ins Leere, kein visuelles Durcheinander – sondern ein Aufbau, der funktioniert.
Und wenn du Bewegung willst? Dann dosiert.
Du willst Dynamik? Klar. Aber dann bitte gezielt. Statt wild rotierender Slider-Elemente kannst du z. B.:
- Inhalte einblenden lassen, wenn sie ins Sichtfeld kommen
- Micro-Animations nutzen (z. B. Pfeile, Hover-Effekte, Icons)
- Elemente leicht parallax scrollen
- Videos gezielt einbetten
Bewegung wirkt dann stark, wenn sie eine Funktion erfüllt – nicht, wenn sie einfach nur da ist, um „modern“ zu wirken.
Fazit – Denk vom Nutzer aus, nicht vom Designtrend
Slider sehen oft schick aus, keine Frage. Aber sie helfen selten dabei, Nutzer zu führen, Inhalte zu strukturieren oder Conversions zu erzielen. Wenn du Klarheit willst – und das willst du – dann sind klar aufgebaute Sections die bessere Wahl.
Das Web lebt von Nutzererlebnissen. Und die entstehen nicht durch Effekte, sondern durch gute Inhalte, klare Struktur – und eine Seite, die nicht schreit, sondern spricht.
Du willst mehr dazu wissen, wie gutes Webdesign funktioniert?
Dann schau dir meine Leistungsseite Webdesign an – oder entdecke in „Was du brauchst“, wie ich dich bei Struktur, Inhalt und Design unterstütze.
Wenn du öfter sowas brauchst, ist vielleicht meine Design Flatrate genau dein Ding.
Hier hast du einen klaren Überblick über alle Kategorien.
Du willst diesen Beitrag teilen? Kein Problem!